Martin Gropius Krankenhaus
Das heutige Gebäude 21 des Martin Gropius Krankenhauses wurde im Auftrag des Landesbauamtes Strausberg als Tagesklinik 1992 geplant und zum Jahresende 1992 an einen Generalübernehmer mit Fertigstellungstermin 31.08.1993 beauftragt.
Übergabeverhandlungen liefen – der Aktenlage nach – ab 25.11.1993 und wurden zum Ende 1993 mit Innutzungsnahme beendet.
In einigen Bereichen zeigen sich deutliche Verschleiß- und Nutzungsspuren (Sanierungsbedarf !) und auch die neue Nutzung erfordert einige (mit der Heimaufsicht vorabgestimmte) bauliche Anpassungen und Veränderungen. Das Gebäude wurde als Tagesklinik (im Mittelbereich) mit angeschlossenem vollstationären Bereich (40 Plätze) für die gerontopsychiatrische Abteilung geplant, errichtet und wohl auch so genutzt. Seit etwa 2002 wurde das Gebäude durch die Kinder- und Jugendpsychiatrie genutzt, die jedoch Ende Oktober 2007 das Gebäude verlassen/umziehen. Nach baulicher Anpassung entsprechend vorliegender Planung sollte das Gebäude ab März 2008 vom Fachbereich für sozialpsychiatrische Rehabilitation mit 36 Plätzen in 4 Wohnbereiche untergliedert genutzt werden. Auf Grund weitreichender, im Rahmen der Vorplanung im belegten Zustand nicht erkundbarer, brandschutztechnischer Mängel verzögert sich diese jedoch voraussichtlich bis zum Juli 2008.
Grundgedanke des Betreibers ist eine zeitliche Befristung des Aufenthalts der Bewohner in der Abteilung. Für das Zielklientel ist die vorhandene große zentrale Halle eher furchteinflößend und wird als Mehrzweck- und Aufenthaltsbereich vom zukünftigen zentralen Flur abgetrennt. Das mit der Heimaufsicht abgestimmte Ziel, möglichst viele Einzelzimmer vorhalten zu können, erfordert ein „Verschieben“ der Wohnbereichszugangstüren in den Zentralbereich. Da im EG weiterhin noch Doppelzimmer beibehalten werden, ist hier ein „Kriseninterventionszimmer“ bzw. „Einzelzimmer zur vorübergehenden Nutzung“ (HeimMindBauV) vorzuhalten. Hierzu erfolgt mit der Absenkung der Fensterbrüstung auf das Maß der sonstigen Bewohnerzimmer der einzige größere Eingriff in die vorhandene Ansicht. Sanitärräume (Etagen-Pflegebäder !) werden den Vorschriften bzw. neuen Nutzungsanforderungen entsprechend angepasst.
